Handel Früher – Handel Heute

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Der Handel, so wie unsere Ur-Ahnen «gehandelt» haben, wird wohl mindestens 5 Jahrtausende alt sein.

Bevor wir die «harte Währung» wie Metalle eingeführt haben, gab es den Handel auch als wichtiges Kommunikationsmittel zwischen verschiedenen Kulturen. Geschenke und Austausch von Waren, waren schon immer ein Zeichen von Vereinigung und Verbrüderung. Genauso die Vermählung der Kinder mit den Handelspartnern, um die Vereinbarungen und Handelsrouten zu sichern.

Keltischer Handel begann zwar wie der Handel aller anderen Völker mit Naturalienaustausch, aber schon um 550 v. Chr. – war das römische Reich noch auf einem eher bescheidenen Stand – tauchten bei Ihnen Münzen auf, die ihre Händler aus Griechenland mitgebracht hatten, wobei Münzen in der Antike häufig nicht als Geld, sondern als Ware ge- und behandelt wurden, weshalb Münzen an einem Ort anerkannt waren und an einem anderen Ort dagegen nicht. 

Erstes eigenes “Geld” der Kelten findet sich mehr oder weniger plötzlich um 300 v. Chr. in Form der sogenannten Regenbogenschüsselchen. Das waren kleine aus Gold gefertigte schüsselähnliche Gebilde, die an die italienischen “Orechiette”, diese kleinen, muschelförmigen Nüdelchen erinnerten, irgendwie putzig anzusehen, richtig goldig. 

Das Gold, aus dem sie sie fertigten, schürften die Kelten aus den Flüssen und Bächen im Voralpenland, weshalb dort auch die meisten dieser Regenbogenschüsselchen gefunden wurden. So genannt wurden sie, weil sich nach keltischer Vorstellung angeblich an den Enden eines jeden Regenbogens Goldtröpfchen sammelten.

Der Handel entwickelte sich offenbar besonders in den sogenannten Oppida, (geschützte Befestigungen und erste stadtähnlichen Siedlungen, wie zum Beispiel in Manching, wo ganz besondere Bedingungen vorhanden waren. Während die einfachen Bauern größtenteils außerhalb dieser Städte lebten, trafen in ihren Mauern die Händler und die Handwerker aufeinander, und vielleicht hat sich der Handel erst aus dem Handwerk entwickelt. 

Es geht nicht darum, dass wir heute alles mit Maschinen in Massen herstellen können, sondern es ist auch ein Austausch an Respekt, die Förderung der Gemeinschaft und Unterstützung für den Einzelnen für selbsthergestellte Waren zu fördern und zu nutzen.

Dieser Austausch und diese Werte haben sich durch die Banken und Geldsysteme der Moderne fast gänzlich verabschiedet. Seit die Währung und das Papiergeld eingeführt wurde, hat man die Menschen im Glauben gelassen, es sei das einzig wahre und richtige, genauso wie diese Idee von Bargeldlosem Zahlungsverkehr. Mag ja auch praktisch sein, aber alles sollten wir uns nicht aus dem Gehirn verbannen, der persönliche und soziale Austausch zwischen den Menschen. Verbitterung durch Einsamkeit, ist die eine grosse Krankheit in unserer Gesellschaft. Fair zu «handeln», das Wort sagen es selbst aus, handle ich fair in meinem Umfeld? Unterstütze ich die Menschen in meinem Umfeld? Oft reicht ein kleiner Schritt, um gewisse «Barrieren» zu überwinden.

Sicher praktisch online etwas um die Welt zu bestellen. Wie wäre es aber, einen Menschen im gleichen Land oder gar gleichen Stadt zu finden, der mir sowas ebenfalls handgemacht anfertigt. Einen Ausgleich dafür zu finden, ist die Aufgabe beider «Händler», das anzubieten was es ihm an Wert ist, um diesen Ausgleich zu schaffen, in welcher Form auch immer. Erst wenn wir uns mal diesen Gedanken wirklich wieder gemacht haben und es vor Augen haben, welche Gaben wir selber alle haben, werden wir verstehen, dass wir uns selbst eine freie Gemeinschaft schaffen können.

Wer Alternativen sucht, der fängt wieder an «Fair zu handeln», nicht um des Profites willen, sondern den wahren Nutzen und den Wert zu erkennen!

Eddy Hauser

(Inspiriert durch die keltische Geschichte)

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